CKW und BTEX Sanierung mit dem THERIS®-Verfahren (feste Wärmequellen, TCH)

Optimierung einer Bodenluftabsaugung und Grundwassersanierung nach Sanierungsaudit
reconsite - CKW und BTEX wirtschaftlich beseitigen, Boden und Grundwasser sanieren
Dienstleister

reconsite GmbH

Auberlenstraße 13 / 70736 Fellbach
Telefon: +49 711 410190 0
Beschreibung

Standortbedingungen

An einem Tanklager auf einem Industriestandort wurden Mitte der 1980er Jahre eine schädliche Bodenverunreini­gung und eine Belastung des Grundwassers mit CKW und BTEX festgestellt. Vornehmlich waren Trichlorethen (TCE) und Toluol in den Boden sowie ins Schichtwasser und Grundwasser gelangt. Seit Ende der 1980er Jahre werden eine Boden­luftabsaugung (BLA) und eine Grundwasserreini­gung (pump and treat) betrieben. Wenngleich insgesamt eine erhebliche Schadstoffmenge gefördert wurde, war der Schadstoffaustrag über Jahre nahezu konstant und ein Sanierungsende nicht prognostizierbar.

Ab dem Jahr 2011 erfolgte bei einem Sanierungsaudit eine Nacherkundung des CKW-BTEX-Schadens. Hierbei konnten die sa­nierungspflichtigen Bereiche besser eingegrenzt werden. Die sich anschließende Überprüfung des bisherigen Sanierungskonzeptes zeigte, dass eine Verfahrensumstellung hin zu einer thermischen in-situ Sanierung mit dem THERIS-Verfahren (feste Wärmequellen) wirtschaftliche Vorteile gegenüber einer konventionellen Bodenluftabsau­gung oder Aushubvarianten hat.

Sanierung mit dem THERIS-Verfahren

Die Sanierung wurde in vier Teilfelder unterglie­dert, die jeweils binnen weniger Monate gereinigt werden. Je Teilfläche werden etwa 100 feste Wärmequellen in der ungesättigten Zone und im Grundwasser betrieben, um den bindigen Boden (Schluff, Lehm) aufzuheizen und CKW und BTEX zu verdam­pfen. Die Bodenluft wird an bis zu 40 Pegeln mit Vakuumpumpen abgesaugt, getrocknet und gereinigt. Schichtwasser und Grundwasser werden separat gefördert und mit der bestehenden Strippanlage gereinigt.

Die Messwertverarbeitung und die Prozesssteuerung werden in einem mobilen Umweltlabor mit fernüberwachten und automatisierten Probenahme- und Monitoringsystemen durchgeführt. Hierbei werden u.a. Temperatur, Druck und Förderraten sowie der Konzentrationen und Austragsraten in Boden, Bodenluft und Grundwasser überwacht. Die Proben werden vor Ort in mobilen Gaschromatographen analysiert. Die Fernüberwachung ermöglicht eine kontinuierliche Dokumentation und Anpassung der Anlagenparameter je Betriebsphase.

Sanierungsergebnis und Bewertung

Seit Beginn der 1990er Jahre wurden mittels einer konventionellen Bodenluftabsaugung und Grundwasserförderung 5.400 kg CKW und BTEX zurückgewonnen. In nur 26 Monaten wurden mit der TISS über 5 Tonnen Schadstoff entfernt, davon mit der BLA rund 3.900 kg CKW und 1.000 kg BTEX sowie etwa 38 kg CKW und 2 kg BTEX über die Grundwasserförderung. Mit der „kalten“ BLA wurde diese Schadstoffmenge in 20 Jahren ausgetragen. TISS verkürzte somit die Sanierungszeit um mehrere Jahrzehnte.

Im Nachgang zur Sanierung wurde das bodenschutzrechtliche Verfahren für den Sanierungsbereich NORD abgeschlossen. Das Flurstück erhielt in der Altflächendatei des Hess. Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie den Status „Sanierung (Dekontamination) abgeschlossen“.

Inzwischen wurde das Grundstück verkauft. Investoren haben unmittelbar danach begonnen, das Grundstück neu zu entwickeln.

 

Das Projekt wurden bei den Brownfield Awards 2025 mit dem 1. Platz in der Kategorie "besonders nachhaltig" ausgezeichnet.

Unsere thermischen in-situ Sanierungsverfahren TUBA und THERIS wurden 2024 mit einem Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet.

https://www.reconsite.com/referenzen/thermische-sanierung-einer-ckw-btex-altlast

Bodensanierungsarbeiten
Arbeitsschutz
Schutzmaßnahmen: Persönliche Schutzausrüstung (PSA), PID-Messungen, Schwarz-Weiß-Anlage
Bodensanierungsarbeiten
Emmissionsschutz
Schutzmaßnahmen: Schwarz-Weiß-Anlage
Bodensanierungsarbeiten
Bodensanierung-Schadstoffe
Bodensanierungsarbeiten
In-Situ-Verfahren
Grundwassersanierung
Grundwassersanierung Eigenschaften
Gutachterliche Leistungen: Monitoring
In-Situ-Verfahren: Bodenluftabsaugung, Pump and Treat, THERIS (feste Wärmequellen), TUBA (Dampf-Luft-Injektion)
Behandlungsverfahren: Aktivkohlefiltration, Strippung
sonstige Technische Bedingungen: Steuerungstechnik mit Fernzugriff, Datenspeicherung
Umwelttechnik
Boden- und Gewässerschutz Eigenschaften
Umwelttechnik
Abluftreinigung Eigenschaften
Schadstoffabbau: Flüchtige organische Kohlenwasserstoffe (VOC)
Filtermaterial: Aktivkohle
Brunnenbauarbeiten
Brunnenbau Eigenschaften
Nutzungsart: Sanierungsbrunnen
Auftraggeber
Eine Firma aus Deutschland
Auszeichnungen
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