Eintrag als LHKW-Altlast thermischer in-situ Sanierung aufgehoben

Thermische in-situ Sanierung mit dem THERIS®-Verfahren auf dem Gelände einer ehemaligen Lederfabrik
reconsite - Thermische Reichweite bei der THERIS-Bodensanierung
Dienstleister

reconsite GmbH

Auberlenstraße 13 / 70736 Fellbach
Telefon: +49 711 410190 0
Beschreibung

Standortbedingungen

An der ehemaligen Lederfabrik Berninger wurde im Auftrag der HIM-ASG eine durch leichtflüchtige, halogenierte Kohlenwasserstoffe (LHKW) bedingte schädliche Bodenverunreinigung durch unsere thermische in-situ Sanierung (TISS) mit dem THERIS®-Verfahren (feste Wärmequellen) beseitigt. Eine zuvor bis zum Jahr 2004 ausgeführte konventionelle Bodenluft- und Grundwassersanierung zeigte nicht in allen belasteten Bereichen einen hinreichenden Sanierungserfolg.

Eine „Status-Quo Untersuchung“ ergab hohe LHKW-Gehalte bis in eine Tiefe von etwa 5,0 m. Diese LHKW-Kontamination befand sich vorwiegend in einer Schicht aus Löß  und Lößlehm. In allen Bohrungen wurde Stauwasser und Schichtwasser festgestellt, das  auch in größere Tiefen eindringt. Insbesondere bei hohen Grundwasserständen war ein Kontakt zwischen LHKW-belasteten Bodenschichten und Grundwasser  gegeben, sodass die chlorierten Kohlenwasserstoffe (LHKW) in das 1. Grundwasserstockwerk eindringen konnten.

Sanierung mit dem THERIS-Verfahren

Zur Sanierung der LHKW-Belastung wurden von uns im LHKW-Schadensherd feste Wärmequellen zur Aufheizung der schluffig-lehmigen Bodenschicht bis in 5 m Tiefe installiert. Die bis hierhin eingedrungenen LHKW wurden beim Betrieb der Wärmequellen trotz anstehenden Schichtwassers effizient verdampft und mit der Bodenluftabsaugung aus dem Boden zurückgefördert. Im Rahmen der Sanierung wurden die sanierungsrelevanten Prozesse des THERIS®-Verfahrens (TCH) kontinuierlich automatisiert fernüberwacht (z.B. Temperatur, LHKW-Austrag).

Sanierungsergebnis und Bewertung

Durch die Bodenerwärmung stiegen die LHKW-Konzentrationen in der abgesaugten Bodenluft auf bis zu 2.500 mg/m³ an. Nach nur 43 Tagen Heizbetrieb wurde auf eine „warme“ Bodenluftabsaugung (BLA) ohne Heizbetrieb umgestellt, die nach weiteren 38 Tagen und einem Austrag von etwa 19 kg LHKW erfolgreich beendet wurde.

Durch die thermische in-situ Sanierung mit dem THERIS®-Verfahren gingen die maximalen Bodenbelastungen von 180 mg/kg vor der Sanierung auf max. 5 mg/kg nach der THERIS®-Sanierung zurück. Dies entspricht einer Reduktion der LHKW-Belastung um über 97 % in 2 Monaten. Großteils lagen die Belastungen nach der Sanierung deutlich unter 1 mg/kg. Kontrolluntersuchungen im Nachgang zur Sanierung ergaben, dass durch die thermische in-situ Sanierung erwartungsgemäß alle mobilisierten Schadstoffe gefasst und keine Schadstoffe ins Umfeld verlagert wurden.

Für die thermische in-situ Sanierung wurden rund 21.000 kWh Energie verbraucht, wovon etwa 2/3 auf die 43 Tage Heizbetrieb und 1/3 auf die Bodenluftabsaugung über 81 Tage entfielen. Der schadstoffspezifische Energieverbrauch lag für die thermische in-situ Sanierung zwischen 1.100 kWh/kg LHKW (THERIS®-Betrieb) und 860 kWh/kg LHKW (nachlaufende „warme“ BLA). Die THERIS®-Sanierung kann damit als energieeffizient bewertet werden (Bewertungskriterien LUA NRW).

In Folge der THERIS®-Sanierung konnte die Feststellung der Altlast am Standort Berninger im Liegenschaftsbuch aufgehoben werden. Dadurch konnte nach über 25 Jahren Brachfläche das Grundstück durch einen Investor übernommen werden. Mit der nachfolgenden Revitalisierung und Folgenutzung der ehemaligen Lederfabrik ist ein neues, lebendiges Stadtareal entstanden.

 

Unsere thermischen in-situ Sanierungsverfahren TUBA und THERIS wurden 2024 mit einem Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet.

Bodensanierungsarbeiten
Arbeitsschutz
Schutzmaßnahmen: Persönliche Schutzausrüstung (PSA), PID-Messungen
Bodensanierungsarbeiten
Bodensanierung-Schadstoffe
Schadstoffe: CKW / LHKW
Bodensanierungsarbeiten
In-Situ-Verfahren
In-Situ-Verfahren: THERIS (feste Wärmequellen)
Sanierungstiefe: 5 m
Fläche: 30 m²
Grundwassersanierung
Grundwassersanierung Eigenschaften
Gutachterliche Leistungen: Monitoring
In-Situ-Verfahren: Bodenluftabsaugung, THERIS (feste Wärmequellen)
Behandlungsverfahren: Aktivkohlefiltration
sonstige Technische Bedingungen: Steuerungstechnik mit Fernzugriff, Datenspeicherung
Tiefenlage der Belastung: 5 m
Umwelttechnik
Boden- und Gewässerschutz Eigenschaften
Aufgabenbereiche Boden- und Gewässerschutz: Altlasten, Flächenrecycling
Erkundungsstufe: Sanierungsdokumentation
Erkundungsmethoden: Bodensondierungen
Medien: Boden, Bodenluft
Planungsstufe: Ausführungsplanung
Umwelttechnik
Abluftreinigung Eigenschaften
Schadstoffabbau: Flüchtige organische Kohlenwasserstoffe (VOC)
Auftraggeber
Eine Firma der Bodensanierungsarbeiten-Branche aus Biebesheim am Rhein, Deutschland
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