Thermische In-situ-Grundwassersanierung einer TCE-Quellemit einer Verfahrenskombination aus festen Wärmequellen und Dampfinjektion

Durch Trichlorethen (TCE) verursachte Schadensquelle im Grundwasser in 4 Monaten dauerhaft beseitigt.
Thermische In-situ-Grundwassersanierung mit einer Verfahrenskombination aus THERIS-Verfahren und TUBA-Verfahren unter der Bodenplatte des abgerissenen Gebäudes.
Dienstleister

reconsite GmbH

Auberlenstraße 13 / 70736 Fellbach
Telefon: +49 711 410190 0
Beschreibung

Standortbedingungen

Bei dem Betrieb einer Uhrenschalenfabrik in der 2. Hälfte des 20sten Jahrhunderts wurden chlorierte Kohlenwasserstoffe (CKW) freigesetzt (maßgeblich Trichlorethen (TCE)). Diese gelangten in das oberflächennah anstehende Grundwasser. CKW sind umweltgefährdend und wassergefährdend. Eine Ausbreitung von CKW in der Umwelt ist daher zu unterbinden. 

Nach dem Betriebsende wurde eine Neubebauung auf dem Grundstück geplant. Hierzu wurden die alten Produktionsgebäude zurückgebaut. Die Bodenplatte der Gebäude und die Bodenplatte der Kellerräume wurde als Oberflächenabdeckung zunächst erhalten.

Der TCE-Schadensherd wurde auf eine Grundfläche von etwa 250 bis 300 m² eingegrenzt. Im Grundwasser lagen die hohen Trichlorethen-Konzentrationen in 1 - 2m unter der Geländeoberkante (GOK) im Übergang von der ungesättigten Bodenzone zum gesättigten Grundwasserleiter vor.

Sanierung mit einer Kombination aus TUBA- und THERIS-Verfahren

Für die ausgeführte thermische In-situ Grundwassersanierung (TISS) wurden elektrisch betriebene feste Wärmequellen (THERIS-Verfahren) und ein Dampf-Luft-Injektionsbrunnen (TUBA-Verfahren) installiert. Durch die Erwärmung von Boden und Grundwasser verdampfen die CKW und somit auch TCE. Diese mobilisierten Schadstoffe wurden gezielt, kontrolliert und unmittelbar mit einer Bodenluftabsaugung und einer Grundwasserentnahme aus der Umwelt entfernen.

Während der Sanierung wurde ein Abstrommonitoring im Grundwasser durchgeführt. Mit dem Abstrommonitoring wurde nachgewiesen, dass durch die thermische in-situ Grundwassersanierung der Schadensquelle ein Rückgang der Schadstoffkonzentrationen im Grundwasser erfolgte.

Sanierungsergebnis und Bewertung

Beim Abschluss der thermischen Grundwassersanierung nach nur 4 Monaten Sanierungsbetrieb wurde der Sanierungszielwert für TCE im Abstrom (35 µg/l) in allen Monitoringbrunnen unterschritten. Auch im nachlaufenden Grundwassermonitoring im Jahr nach der TISS wurde bestätigt, dass die tolerable Restbelastung im Grundwasser gering ist. Eine Gefährdung geht von dieser CKW-Restbelastung nicht mehr aus. Ein weiterer Sanierungsbedarf für das Grundwasser ergibt sich daher nicht.

Unmittelbar nach Beendigung der thermischen in-situ Grundwassersanierung wurde ein Baugesuch gestellt und die vorbereitenden Arbeiten für die Bebauung der Fläche durchgeführt. Die Bodenplatte wurde zurückgebaut und dem Beton-Recycling zugeführt.

 

Unsere thermischen in-situ Sanierungsverfahren TUBA und THERIS wurden 2024 mit einem Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet.

Bodensanierungsarbeiten
Arbeitsschutz
Schutzmaßnahmen: Persönliche Schutzausrüstung (PSA)
Bodensanierungsarbeiten
Bodensanierung-Schadstoffe
Schadstoffe: CKW / LHKW, Trichlorethen
Bodensanierungsarbeiten
In-Situ-Verfahren
In-Situ-Verfahren: Bodenluftabsaugung, Dampfinjektion, Pump and Treat, THERIS (feste Wärmequellen) , TUBA (Dampf-Luft-Injektion)
Sanierungstiefe: 11 m
Fläche: 300 m²
Förderdurchfluss: 600 m³/h
Grundwassersanierung
Grundwassersanierung Eigenschaften
Gutachterliche Leistungen: Grundwassermodellierung, Monitoring
In-Situ-Verfahren: Bodenluftabsaugung, Pump and Treat, THERIS (feste Wärmequellen)
Behandlungsverfahren: Aktivkohlefiltration
sonstige Technische Bedingungen: Datenspeicherung online
Volumenstrom: 600 m³/h
Tiefenlage der Belastung: 11 m
Umwelttechnik
Boden- und Gewässerschutz Eigenschaften
Aufgabenbereiche Boden- und Gewässerschutz: Altlasten, Flächenrecycling
Erkundungsstufe: Sanierungsuntersuchung
Erkundungsmethoden: Aufschlussbohrungen, Beprobungen
Medien: Bodenluft, Grundwasser
Planungsstufe: Ausführungsplanung
Umwelttechnik
Abluftreinigung Eigenschaften
Schadstoffabbau: Flüchtige organische Kohlenwasserstoffe (VOC)
Volumenstrom: 600 m³/h
Filtermaterial: Aktivkohle
Brunnenbauarbeiten
Brunnenbau Eigenschaften
Nutzungsart: Sanierungsbrunnen
Auftraggeber

Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern, Amt für Wasser und Abfall

Branche: Behörden und Verbände
Reiterstrasse 11
3013 Bern
Bern, Schweiz, Europa
Referenz bestätigt am 01.09.2025 durch Nicole Chollet-Häusler, Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern, Amt für Wasser und Abfall, Bern
Auszeichnungen
Referenz weiterempfehlen

Weitere Referenzen des Unternehmens reconsite GmbH

Zur Beta einladen