| Ort der Ausführung: | Schweiz, Europa |
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| Zeitraum: | Sept 2022 - Sept 2023 |
Bei dem Betrieb einer Uhrenschalenfabrik in der 2. Hälfte des 20sten Jahrhunderts wurden chlorierte Kohlenwasserstoffe (CKW) freigesetzt (maßgeblich Trichlorethen (TCE)). Diese gelangten in das oberflächennah anstehende Grundwasser. CKW sind umweltgefährdend und wassergefährdend. Eine Ausbreitung von CKW in der Umwelt ist daher zu unterbinden.
Nach dem Betriebsende wurde eine Neubebauung auf dem Grundstück geplant. Hierzu wurden die alten Produktionsgebäude zurückgebaut. Die Bodenplatte der Gebäude und die Bodenplatte der Kellerräume wurde als Oberflächenabdeckung zunächst erhalten.
Der TCE-Schadensherd wurde auf eine Grundfläche von etwa 250 bis 300 m² eingegrenzt. Im Grundwasser lagen die hohen Trichlorethen-Konzentrationen in 1 - 2m unter der Geländeoberkante (GOK) im Übergang von der ungesättigten Bodenzone zum gesättigten Grundwasserleiter vor.
Für die ausgeführte thermische In-situ Grundwassersanierung (TISS) wurden elektrisch betriebene feste Wärmequellen (THERIS-Verfahren) und ein Dampf-Luft-Injektionsbrunnen (TUBA-Verfahren) installiert. Durch die Erwärmung von Boden und Grundwasser verdampfen die CKW und somit auch TCE. Diese mobilisierten Schadstoffe wurden gezielt, kontrolliert und unmittelbar mit einer Bodenluftabsaugung und einer Grundwasserentnahme aus der Umwelt entfernen.
Während der Sanierung wurde ein Abstrommonitoring im Grundwasser durchgeführt. Mit dem Abstrommonitoring wurde nachgewiesen, dass durch die thermische in-situ Grundwassersanierung der Schadensquelle ein Rückgang der Schadstoffkonzentrationen im Grundwasser erfolgte.
Beim Abschluss der thermischen Grundwassersanierung nach nur 4 Monaten Sanierungsbetrieb wurde der Sanierungszielwert für TCE im Abstrom (35 µg/l) in allen Monitoringbrunnen unterschritten. Auch im nachlaufenden Grundwassermonitoring im Jahr nach der TISS wurde bestätigt, dass die tolerable Restbelastung im Grundwasser gering ist. Eine Gefährdung geht von dieser CKW-Restbelastung nicht mehr aus. Ein weiterer Sanierungsbedarf für das Grundwasser ergibt sich daher nicht.
Unmittelbar nach Beendigung der thermischen in-situ Grundwassersanierung wurde ein Baugesuch gestellt und die vorbereitenden Arbeiten für die Bebauung der Fläche durchgeführt. Die Bodenplatte wurde zurückgebaut und dem Beton-Recycling zugeführt.
Unsere thermischen in-situ Sanierungsverfahren TUBA und THERIS wurden 2024 mit einem Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet.
| Schutzmaßnahmen: | Persönliche Schutzausrüstung (PSA) |
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| Schadstoffe: | CKW / LHKW, Trichlorethen |
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| In-Situ-Verfahren: | Bodenluftabsaugung, Dampfinjektion, Pump and Treat, THERIS (feste Wärmequellen) , TUBA (Dampf-Luft-Injektion) |
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| Sanierungstiefe: | 11 m |
| Fläche: | 300 m² |
| Förderdurchfluss: | 600 m³/h |
| Gutachterliche Leistungen: | Grundwassermodellierung, Monitoring |
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| In-Situ-Verfahren: | Bodenluftabsaugung, Pump and Treat, THERIS (feste Wärmequellen) |
| Behandlungsverfahren: | Aktivkohlefiltration |
| sonstige Technische Bedingungen: | Datenspeicherung online |
| Volumenstrom: | 600 m³/h |
| Tiefenlage der Belastung: | 11 m |
| Aufgabenbereiche Boden- und Gewässerschutz: | Altlasten, Flächenrecycling |
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| Erkundungsstufe: | Sanierungsuntersuchung |
| Erkundungsmethoden: | Aufschlussbohrungen, Beprobungen |
| Medien: | Bodenluft, Grundwasser |
| Planungsstufe: | Ausführungsplanung |
| Schadstoffabbau: | Flüchtige organische Kohlenwasserstoffe (VOC) |
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| Volumenstrom: | 600 m³/h |
| Filtermaterial: | Aktivkohle |
| Nutzungsart: | Sanierungsbrunnen |
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