Die Kombination von TUBA- und THERIS-Verfahren reinigte auch den Kluftgrundwasserleiter schnell, wirtschaftlich und dauerhaft.
| Ort der Ausführung: | Göttingen, Niedersachsen, Deutschland, Europa |
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| Zeitraum: | Juli 2017 - Apr 2018 |
Bei dem Betrieb einer chemischen Reinigung gelangten über mehrere Jahre leichtflüchtige, halogenierte Lösemittel (LHKW), insbesondere Tetrachlorethen (PCE), in den Boden. Die LHKW bewirkten eine schädliche Bodenveränderung. Die LHKW wurden zudem bis in das Grundwasser ausgewaschen. Eine Verbreitung der Lösemittel über das Grundwasser wurde mit einer hydraulischen Sicherung über 20 Jahre unterbunden. Das gesamte Schadstoffinventar wurde auf 100 – 200 kg geschätzt.
Im Zuge einer Umnutzung von Grundstück und Gebäuden durch einen Investor störte die dauerhafte hydraulische Grundwassersicherung. Daher war eine schnelle Sanierung der lösemittelhaltigen Schadensherde notwendig.
Ziel der thermischen In-situ-Sanierung war die Beseitigung der LHKW-Quelle. Hierzu waren 90-95% der LHKW aus der Schadstoffquelle, sowohl aus dem Boden als auch aus dem Grundwasser, zu entfernen. Zeitgleich zur In-situ-Sanierung der Schadensherde fanden auf dem Gelände bereits Abbrucharbeiten an nicht mehr benötigten Gebäuden statt. Dies wurde beim Sanierungs- und Schnittstellenmanagement zwischen den einzelnen Gewerken berücksichtigt. Ein reibungsloser Ablauf der Arbeiten wurde so gewährleistet.
Für die Sanierung wurde eine Kombination aus konduktivem und konvektivem Wärmeeintrag eingesetzt, um die Schadstoffe gezielt zu mobilisieren und zu entfernen. Im bindigen, ungesättigten Schwemmschutt wurden feste Wärmequellen nach dem THERIS-Verfahren bis in eine Tiefe von 9 m installiert. Ergänzend erfolgte eine Dampfinjektion mit Luftinjektion mittels TUBA-Verfahren im Kluftgrundwasserleiter (Aquifer) bis zu einer Tiefe von 14 m bei einer hydraulischen Durchlässigkeit von kf = 3·10⁻⁴ m/s.
Um die mobilisierten Schadstoffe gezielt aus der ungesättigten Bodenzone zu entfernen, wurde die Bodenluft kontrolliert abgesaugt. Eine Förderung von Grundwasser erfolgte im zentralen Bereich als hydraulische Sicherung. Die Kombination dieser Verfahren sorgte für eine hocheffiziente Schadstoffentfrachtung und eine sichere Stabilisierung des Standortes.
Besondere Herausforderungen:
Innerhalb der 6-monatigen LHKW-Sanierung wurden mehr als 440 kg LHKW, vornehmlich PCE, aus dem Untergrund entfernt. Damit wurde deutlich mehr Lösemittel aus dem Boden und Grundwasser entfernt, als ursprünglich bei der Projektplanung erwartet wurde.
Nach Abschluss der Sanierung wurde das Gelände vollständig neu bebaut. Dabei wurden sowohl bestehende Gebäude restauriert als auch neue Bauwerke errichtet. Für die gesamte Projektentwicklung für den Standort wurde 2022 das Unternehmen Hamburg Team mit dem ersten Platz beim Brownfield24 Award in der Kategorie „Bestes Wohn- & Quartiersprojekt“ ausgezeichnet.
Wir freuen uns, dass wir mit unserer thermischen Grundwassersanierung diesen tollen Projekterfolg ermöglicht haben.
Unsere thermischen in-situ Sanierungsverfahren TUBA und THERIS wurden 2024 mit einem Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet.
| Schutzmaßnahmen: | Persönliche Schutzausrüstung (PSA), Schwarz-Weiß-Anlage, Arbeiten in kontaminierten Bereich gemäß DGUV-R 101-004 |
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| Schadstoffe: | CKW / LHKW, Perchlorethen (PER) |
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| In-Situ-Verfahren: | Bodenluftabsaugung, Dampfinjektion, Dual phase extraction, Pump and Treat, THERIS (feste Wärmequellen) , TUBA (Dampf-Luft-Injektion) |
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| Sanierungstiefe: | 16 m |
| Fläche: | 250 m² |
| Dampfleistung in kg/h: | 600 |
| Gutachterliche Leistungen: | Monitoring |
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| In-Situ-Verfahren: | Bodenluftabsaugung, Dual Phase Extraction, Pump and Treat, THERIS (feste Wärmequellen), TUBA (Dampf-Luft-Injektion) |
| Behandlungsverfahren: | Aktivkohlefiltration, Kies-/Sandfiltration |
| sonstige Technische Bedingungen: | Datenspeicherung online |
| Tiefenlage der Belastung: | 16 m |
| Aufgabenbereiche Boden- und Gewässerschutz: | Altlasten, Flächenrecycling |
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| Erkundungsstufe: | Sanierungsdokumentation |
| Medien: | Boden, Bodenluft, Festgestein, Grundwasser |
| Planungsstufe: | Ausführungsplanung |
| Nutzungsart: | Sanierungsbrunnen |
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