Thermische LCKW-Sanierung in 4 Monaten bei hohem Grundwasserstand

Austrag von 200 kg LCKW mit dem THERIS-Verfahren
Thermischen in-situ Altlastensanierung (THERIS-Verfahren) in einer Hofeinfahrt
Dienstleister

reconsite GmbH

Auberlenstraße 13 / 70736 Fellbach
Telefon: +49 711 410190 0
Beschreibung

Standortbedingungen

In den 1950er bis 1970er Jahren gelangten durch den Betrieb einer chemischen Reinigung Lösemittel in den Boden und das oberflächennahe Grundwasser. Der zu sanierende LHKW-Schadensherd (25 m²) befand sich im Hof des Gebäudes.

Die Hauptkontaminanten waren Trichlorethen (TCE) als dominierende Substanz sowie Tetrachlorethen (PCE) und cis-1,2-Dichlorethen (DCE) in geringeren Mengen. Die Verunreinigung war maßgeblich in einer Mudde-Schicht akkumuliert. Die LHKW-Belastung reichte bis in eine Tiefe von etwa 6 m. Aufgrund der Nähe zu einem Oberflächengewässer lag der Grundwasserspiegel bereits in 1,5 bis 2 m Tiefe.

Während der Sanierung wurde der Betrieb der chemischen Reinigung fortgesetzt. Die Platzverhältnisse für die Grundwassersanierung waren durch angrenzende Gebäude und die Flurstücksgrenzen stark eingeschränkt.

Beseitigung des LHKW-Schadensherdes mit dem THERIS-Verfahren

Die Sanierungsanlagen wurden größtenteils im Gebäude aufgestellt. So konnten die Lärmemissionen gering gehalten und Anlagenkomponenten vor Witterungseinflüssen geschützt werden. Die geräuscharmen Reglerschränke zum Betrieb der Heizelemente, sowie das Kühlaggregat für den Wärmetauscher wurden am Rand der Sanierungsfläche aufgestellt.

Besondere Herausforderungen:

  • hoher Grundwasserstand,
  • eingeschränkte Platzverhältnisse,
  • Setzungsmonitoring und Gebäudemonitoring

Sanierungsergebnis und Bewertung

Durch die THERIS-Sanierung wurden insgesamt rund 200 kg LHKW aus Boden und Grundwasser entfernt. Trotz der beengten Platzverhältnisse konnte die thermische in-situ Altlastensanierung innerhalb von nur 4 Monaten abgeschlossen werden.

Der Gesamtstromverbrauch für die LHKW-Sanierung betrug 100.000 kWh, was einem Energieaufwand von rund 500 kWh pro kg LHKW entsprach. Bei diesen sehr beengten Verhältnissen lagen die spezifischen Kosten bei rund 1.450 € pro kg LHKW.

 

Unsere thermischen in-situ Sanierungsverfahren TUBA und THERIS wurden 2024 mit einem Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet.

Bodensanierungsarbeiten
Arbeitsschutz
Schutzmaßnahmen: Mehrgaswarngerät, Persönliche Schutzausrüstung (PSA), PID-Messungen, Schwarz-Weiß-Anlage, Arbeiten in kontaminierten Bereich gemäß DGUV-R 101-004
Bodensanierungsarbeiten
Emmissionsschutz
Schutzmaßnahmen: Schwarz-Weiß-Anlage, Stiefelwaschanlage
Bodensanierungsarbeiten
Bodensanierung-Schadstoffe
Bodensanierungsarbeiten
In-Situ-Verfahren
In-Situ-Verfahren: Bodenluftabsaugung, THERIS (feste Wärmequellen) , Air-Sparging
Sanierungstiefe: 6 m
Fläche: 25 m²
Förderdurchfluss: 300 m³/h
Grundwassersanierung
Grundwassersanierung Eigenschaften
Gutachterliche Leistungen: Monitoring
In-Situ-Verfahren: Airsparging, Bodenluftabsaugung, Pump and Treat, THERIS (feste Wärmequellen), THERIS-Pro
Behandlungsverfahren: Aktivkohlefiltration
sonstige Technische Bedingungen: Steuerungstechnik mit Fernzugriff, Datenspeicherung online
Volumenstrom: 0,5 m³/h
Tiefenlage der Belastung: 5 m
Umwelttechnik
Boden- und Gewässerschutz Eigenschaften
Aufgabenbereiche Boden- und Gewässerschutz: Altlasten
Umwelttechnik
Abluftreinigung Eigenschaften
Schadstoffabbau: Flüchtige organische Kohlenwasserstoffe (VOC)
Volumenstrom: 300 m³/h
Filtermaterial: Aktivkohle
Brunnenbauarbeiten
Brunnenbau Eigenschaften
Nutzungsart: Sanierungsbrunnen
Auftraggeber
Eine Firma aus Deutschland
Auszeichnungen
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