LHKW-Belastung maßgeblich in einer Mudde-Schicht. Grundwasserflurabstand rund 1,5 Meter.
| Ort der Ausführung: | Brandenburg, Deutschland, Europa |
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| Zeitraum: | Sept 2020 - Okt 2021 |
In den 1950er bis 1970er Jahren gelangten durch den Betrieb einer chemischen Reinigung Lösemittel in den Boden und das oberflächennahe Grundwasser. Der zu sanierende LHKW-Schadensherd (25 m²) befand sich im Hof des Gebäudes.
Die Hauptkontaminanten waren Trichlorethen (TCE) als dominierende Substanz sowie Tetrachlorethen (PCE) und cis-1,2-Dichlorethen (DCE) in geringeren Mengen. Die Verunreinigung war maßgeblich in einer Mudde-Schicht akkumuliert. Die LHKW-Belastung reichte bis in eine Tiefe von etwa 6 m. Aufgrund der Nähe zu einem Oberflächengewässer lag der Grundwasserspiegel bereits in 1,5 bis 2 m Tiefe.
Während der Sanierung wurde der Betrieb der chemischen Reinigung fortgesetzt. Die Platzverhältnisse für die Grundwassersanierung waren durch angrenzende Gebäude und die Flurstücksgrenzen stark eingeschränkt.
Die Sanierungsanlagen wurden größtenteils im Gebäude aufgestellt. So konnten die Lärmemissionen gering gehalten und Anlagenkomponenten vor Witterungseinflüssen geschützt werden. Die geräuscharmen Reglerschränke zum Betrieb der Heizelemente, sowie das Kühlaggregat für den Wärmetauscher wurden am Rand der Sanierungsfläche aufgestellt.
Besondere Herausforderungen:
Durch die THERIS-Sanierung wurden insgesamt rund 200 kg LHKW aus Boden und Grundwasser entfernt. Trotz der beengten Platzverhältnisse konnte die thermische in-situ Altlastensanierung innerhalb von nur 4 Monaten abgeschlossen werden.
Der Gesamtstromverbrauch für die LHKW-Sanierung betrug 100.000 kWh, was einem Energieaufwand von rund 500 kWh pro kg LHKW entsprach. Bei diesen sehr beengten Verhältnissen lagen die spezifischen Kosten bei rund 1.450 € pro kg LHKW.
Unsere thermischen in-situ Sanierungsverfahren TUBA und THERIS wurden 2024 mit einem Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet.
| Schutzmaßnahmen: | Mehrgaswarngerät, Persönliche Schutzausrüstung (PSA), PID-Messungen, Schwarz-Weiß-Anlage, Arbeiten in kontaminierten Bereich gemäß DGUV-R 101-004 |
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| Schutzmaßnahmen: | Schwarz-Weiß-Anlage, Stiefelwaschanlage |
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| Schadstoffe: | cis-1,2-Dichlorethen, CKW / LHKW, Tetrachlorethen, Trichlorethen |
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| In-Situ-Verfahren: | Bodenluftabsaugung, THERIS (feste Wärmequellen) , Air-Sparging |
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| Sanierungstiefe: | 6 m |
| Fläche: | 25 m² |
| Förderdurchfluss: | 300 m³/h |
| Gutachterliche Leistungen: | Monitoring |
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| In-Situ-Verfahren: | Airsparging, Bodenluftabsaugung, Pump and Treat, THERIS (feste Wärmequellen), THERIS-Pro |
| Behandlungsverfahren: | Aktivkohlefiltration |
| sonstige Technische Bedingungen: | Steuerungstechnik mit Fernzugriff, Datenspeicherung online |
| Volumenstrom: | 0,5 m³/h |
| Tiefenlage der Belastung: | 5 m |
| Aufgabenbereiche Boden- und Gewässerschutz: | Altlasten |
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| Schadstoffabbau: | Flüchtige organische Kohlenwasserstoffe (VOC) |
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| Volumenstrom: | 300 m³/h |
| Filtermaterial: | Aktivkohle |
| Nutzungsart: | Sanierungsbrunnen |
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